Grußwort von Roman M. Skoblo – Rosch ha-Schana 5779

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 5778 verabschiedet sich mit Hitlergrüßen aus Chemnitz! Der Rückblick auf das vergangene Jahr fällt daher ambivalent aus.

Dasselbe Jahr 5778 ist verbunden mit der Existenz des Staates Israel über einen Zeitraum von 70 Jahren – der Länge eines Menschenlebens! Genauso lange hat die Welt  – speziell Amerika  – gebraucht, um Jerusalem als ungeteilte ewige Hauptstadt Israels anzuerkennen!

Auch dies ist ein Ereignis, das besondere Erwähnung verdient!

Wie wird sich Europa in einem neuen Gleichgewicht der Kräfte bewegen?

Für uns Juden eine bange Frage!

Dieses „Neue Deutschland“ an der Seite von China? Von anderen autoritär geführten Staaten? Ist das die neue Wahl, wird das die schöne neue Welt?

Wir hatten immer vor dem neuen Antisemitismus in Deutschland gewarnt.
Importware ist manchmal sehr teuer; man muss kein Fremdenhasser sein, um seine großen Bedenken anlässlich des neuerlichen importierten Antisemitismus zu artikulieren.

Jetzt wird sehr offenbar, dass die Politik Deutschlands uns einen neuen Influx von Antisemiten beschert hat! Antisemitismus arabischer, speziell syrischer, (Nord-) afrikanischer, aber auch afghanischer Provenienz, meist perfide als Antizionismus verbrämt! Übrigens ist dieser in den Berliner Straßen am häufigsten anzutreffen!

Sind wir Juden in Deutschland aufgrund der entstanden Vielfalt jetzt besser dran?

Der traditionelle „grüne“ Antisemitismus, die BDS Bewegung, die zum Glück jetzt immer öfter so klassifiziert wird, wie sie es verdient (nämlich antisemitisch zu sein), potenziert unser Problem. Mit jedem europäischen „Spenden“-Cent, der auch seinen Weg in die palästinensischen Organisationen findet, wird neuer Antisemitismus weiter gepflegt.

Das Konglomerat aus traditionellem alten, neuem „grün – linken“ und importiertem muslimischen Antisemitismus schafft eine hochexplosive, mancherorts bereits brennende Mischung in Deutschland!!

Resultat (nie ernsthaft für möglich gehalten): In Berlin geht man in Neukölln und Kreuzberg nicht mit Käppi durch die Straßen, es sei denn, man findet an sich masochistische Züge!

All das sind die Erkenntnisse des Jahres 5778.

Was erwarten wir 5779?

Das Europa, welches wir uns so sehnlich wünschen, unverbrüchlich an der Seite eines großen Partners- der Vereinigten Staaten von Amerika, welches der Humanität verpflichtet ist, die körperliche Unversehrtheit garantiert wie auch die Unantastbarkeit von Eigentum, über das amerikanische Staatsgebiet hinaus – diese Partnerschaft gibt es so nicht mehr.

Dies mit eigener (europäischer) Kraft zu garantieren, fällt einem trägen und faulenden Europa schwerer!

Die Herausforderungen in Syrien, im speziellen dessen Aufbau, sollte es dennoch annehmen!

Warum? Als kleinen sicherheitspolitischen Beitrag für Israel und den nahen Osten – gestaltende Staatsräson Europas!

Dies als Chance zur allgemeinen Einflussnahme in Syrien und umliegenden Gebieten zu begreifen, wird Europa aber – zuverlässig wie immer – verschlafen!

Fehlender Gestaltungswille war noch immer ein zuverlässiger Gradmesser für die Ohnmacht des vereinten Europa, das viel mehr könnte und sollte!

Bringt uns 5779 in Europa die entscheidende politische Wende?
Nicht anzunehmen!

Es sind eher die kleinen Freuden und guten Taten unseres Berufsstandes, die wir mit Gottes Hilfe wieder erwarten dürfen!

Israels fortwährende Hilfe im Israelisch – syrischen Grenzgebiet ist ein solcher Stolz und unsere kleine Freude! Medizin für Verzweifelte durch eine natürlich wunderbare Versorgung, vermittelt durch Israelische Streitkräfte!

Die Medizin, die Wissenschaft (Nobelpreis für Medizin 2017 Michael Rosbash), aber auch die Nobelpreise in Wirtschaft: Richard Thaler, in Physik: Barry Barish ließen uns das Herz höher schlagen. Brillanz, Intelligenz und Kreativität werden uns weiter stärken und besser und besser machen.

5779

Bekanntermaßen ist der Blick nach hinten immer auch ein Blick nach vorn: Die Eindämmung iranischer Aktivität ist auf gutem Wege, dank der klugen Außenpolitik des Ministerpräsidenten Netanjahu, die durchaus nicht nur chaotischen Aktivitäten Präsident Trumps, der viel mehr richtig macht, als die meisten zu erfassen in der Lage sind, eröffnen weitere Lichtblicke.

Hält diese Wirkung auch im nächsten Jahr an?

Dieses Faustpfand  sollte auch im Jahre 5779 Früchte tragen und kein „Endgame“ sondern ein Rückzug ohne Krieg mir Iran einleiten.

So bleibt zu hoffen, dass ein starker russischer und amerikanischer Druck, den Iran zum Einlenken bewegen kann.

Auch für das Jahr 5779: Am Israel Chai.
Chag Sameach

Ein gesegnetes und gesundes 5779 unseren Kolleginnen und Kollegen

Roman M. Skoblo

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